
Wie Menschen effizienter lernen: Multisensorisches Neurolernen beschreibt eine Lernweise, bei der mehrere Sinne gezielt und funktional in den Lernprozess eingebunden werden, um Verständnis, Erinnerung und Anwendung zu verbessern. Das Gehirn speichert Informationen nur dann langfristig, wenn es erkennt, dass diese wieder gebraucht werden.
Was multisensorisches Lernen wirklich bedeutet: Gleiche Lerninhalt über mehrere sinnvolle Zugänge zu verarbeiten und aktiv abzurufen.
Beispiele für sinnvolle Sinneskanäle:
– Schreiben (handschriftliche Verarbeitung)
– Sehen (Strukturen, Skizzen, Formen)
– Hören (Erklärungen, Rhythmus, Sprache)
– Sprechen (eigene Worte)
– Bewegung (Gesten, räumliche Ordnung)
Aktiver Abruf bedeutet:
– Ohne Unterlagen erklären
– Fragen beantworten
– Wissen anwenden
– Fehler machen
Bewegung als Lernverstärker, zum Beispiel Gehen beim Erklären.
Schreiben von Hand: Handschriftliches Schreiben verlangsamt den Denkprozess und fördert tiefere Verarbeitung.
Emotion und Lernen: Leichte emotionale Aktivierung markierte Inhalte als „wichtig“. Erfinde eine Geschichte (Horror, Romantik…) aus deinen Notizen.
Multisensorisches Neurolernen ist kein Trend und kein Trick.
Es ist eine reduzierte, gehirngerechte Kunst zu lernen, die auf Abruf, Bedeutung und Wiederholung basiert.
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